Alison Statton ist seit 1979 im Musikbusiness unterwegs – zunächst machte sie eine der einflussreichsten Post-Punk-LPs mit ihrer kurzlebigen (2006 wieder auferstandenen) Band Young Marble Giants und war auch danach nicht faul.

Vielleicht bringt Frau Statton nicht unbedingt jedes Jahr drei neue Platten heraus, aber es gibt in ihrem Backkatalog doch noch einiges zu entdecken. Chronologisch beginnt man ko0rrekterweise mit den jungen Marmorriesen, die 1979 das Demo zu ihrem einzigen Album „Colossal Youth“ aufnahmen, das dann im Jahre drauf von Rough Trade veröffentlicht wurde und zur Lieblingsscheibe John Peels und Kurt Cobains avancierte; von der Band gibt es dementsprechend auch 5 Stücke aus Peel Sessions. Eine EP und eine Single gab es außerdem noch, bevor sich die Gruppe 1981 nach ihrer einzigen Tour auflöste. 1983 veröffentlichte sie dann mit der Gruppe „Weekend“ die Scheibe „La Varieté“, die wesentlich (Latin-) jazzigere Töne anschlug, aber trotzdem das Erbe der Young Marble Giants erkennen ließ. Danach machte sie zwei Alben mit Ian Devine, die unlängst remastered wieder veröffentlicht worden sind. Auch neu aufgelegt wurden ihre Platten mit Spike, mit denen sie auch unter anderem Nummern der Young Marble Giants spielte. Nicht mehr so richtig jung haben die Marmorriesen im Jahre 2006 erneut zusammen gefunden und spielen seither wieder Konzerte. Es gibt sogar ein Live-Album; eine neue Platte ist aber bislang nicht erschienen. Es fragt sich auch inwieweit sie dadurch ihren Legendenstatus demontieren würden. Aber vermutlich ist das gar nicht mehr möglich. Das nächste Release aus dem Hause Young Marble Giants wird erst einmal eine Retrospektive des Post-Giants-Werkes Stuart Moxhams mit dem Titel „Personal Best“ sein.